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Ein KfW-Effizienzhaus ist ein Gebäude, das einen bestimmten Standard in Sachen Energieeffizienz erfüllt. Diese Standards wurden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entwickelt. Die wichtigsten Bemessungskriterien hierfür sind der jährliche Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust des Gebäudes. Als Primärenergiebedarf wird die Energiemenge bezeichnet, die erforderlich ist, um den gesamten Energiebedarf einer Immobilie zu decken. Der Transmissionswärmeverlust wiederum beschreibt die Energiemenge, die bei einer beheizten Immobilie nach außen verloren geht. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat die Bundesregierung für beide Referenzgrößen Höchstwerte für Neubauten festgelegt. Diese Werte dienen als Grundlage für die KfW-Effizienzhaus-Standards.

WAS IST EIN KFW-EFFIZIENZHAUS?

KfW-Effizienzhäuser zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf aus. Das senkt beispielsweise den Verbrauch von Gas oder Öl bei der Heizung, aber auch von regenerativen Brennstoffen und damit können Sie über Jahre hinweg in hohem Maße Kosten einsparen. Für Neubauten gibt es folgende Standards:

  • EnEv 2016 (Standard bis 2021)

  • KfW-Energieeffizienzhaus 55 (ab 2021)

  • KfW-Energieeffizienzhaus 40

  • KfW-Energieeffizienzhaus 40+

 

Je niedriger die Zahl, desto besser die Energieeffizienz, denn umso geringer ist der Energiebedarf. Gleichzeitig steigt die Förderung: Für ein KfW-Effizienzhaus 40 gibt es also mehr Förderung als für ein KfW-Energieeffizienzhaus 55. Als Grundlage für die Einstufung dienen die Vorgaben in der Energieeinsparverordnung (EnEV) für ein Referenzgebäude im Neubau. Im Rahmen der Förderlogik der KfW steht die Referenzzahl 100 dafür, dass ein Neubau die Anforderungen der EnEV in Bezug auf den Primärenergiebedarf komplett erfüllt. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 werden diese Vorgaben um 60 Prozent unterschritten. Und ein ebenfalls förderfähiges KfW-Effizienzhaus 55 weist einen um 45 Prozent geringeren Primärenergiebedarf auf. Erreicht wird der energetische Standard eines KfW-Effizienzhauses durch anlagentechnische und bauliche Maßnahmen, die der Einbindung regenerativer Energien sowie der Verbesserung der Energieeffizienz dienen.

Oft werden die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus falsch verstanden. Viele Bauherren sind der Auffassung, dass ein KfW-Effizienzhaus sehr dicke Wände und Fenster haben muss und "hermetisch" abgeriegelt ist. Grundsätzlich stimmt diese Aussage, aber das trifft auch auf einen Neubau nach EnEv 2016 zu. Sie können Beispielsweise mit der richtigen Heiztechnik mit Monitoring, regenerativen Brennstoffen, einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaikanlage mit Speicher einen höhere Energieeffizienz erreichen ohne effizientere Baustoffe zu verwenden.

Standardmäßig werden unsere Projektionen auf Basis der EnEv 2016 geplant und konzipiert. Die verwendeten Baumaterialien erfüllen aber einen weitaus höheren Energiestandard. Auf Wunsch entwickeln unsere Energetiker ein individuelles KfW Konzept für Ihr Eigenheim.

WELCHE VORTEILE UND NACHTEILE GIBT ES?

Vorteile:

  • In der Regel günstigere Zinsen als bei anderen Baudarlehen

  • Bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss (muss nicht zurück gezahlt werden)

  • geringe Nebenkosten / Unterhaltskosten

  • Steigerung der Unabhängigkeit/Autarkie

  • Kombination mit KfW 431 möglich (Zuschuss zur Baubegleitung, z.B. für den Energieberater)

  • Annuitätendarlehen: Konstante Monatsraten bei fester Zinsbindung

  • Tilgungsfreie Anlaufjahre (finanzielle Entlastung in der Anfangszeit)

Nachteile:

  • Beauftragung eines Energieberaters zwingend notwendig (verursacht Kosten und Aufwand)

  • höhere Baukosten

  • Nur zwei Zinsbindungen wählbar: 10 oder 20 Jahre

  • Nur 6 Monate bereitstellungsfreie Zeit (ab 7. Monat 0,25 % Zinsen / Monat auf nicht abgerufene Summe)

  • Keine kostenlosen Sondertilgungen möglich

  • Kredit muss innerhalb von 6 Monaten vollständig seinem Verwendungszweck zugeführt werden (sonst Zinszuschlag)